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Horror auf Joyn: Scream - Schrei

Alles begann mit einem einzigen Telefonanruf und der simplen Frage: "Was ist dein Lieblingshorrorfilm?" Simpel, aber effektiv! Regisseur Craven und Autor Kevin Williamson pusteten mit "Scream" den Staub vom bis dato unironischen Genre. 2021 feiert der erste Teil der Reihe sein 25. Jubiläum und gilt an Halloween zu Recht zum Pflichtprogramm.

Das Phänomen, das sich Produktionen mit überschaubarem Budget zum Kassenerfolg entwickeln, hat sich vor "Scream" schon mehrmals ereignet. Dass ein Genrefilm eine ganze Revolution auslösen kann, ist dagegen eher selten. Mit frischem Blut versorgte Wes Craven eine ganze Generation, die fortan mit Nachzüglern wie "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast", "Düstere Legenden" oder "Final Destination" versorgt wurden.

 

Horrorspaß in Folge

 

Dem gefeierten Auftakt folgten drei Fortsetzungen. "Scream 2" erschien 1997, "Scream 3" ließ sich drei weitere Jahre Zeit und beendete pünktlich zum Millennium 2000 die Trilogie. Großteils blieb der Hauptcast der Meuchelserie in allen drei Teilen bestehen, wenn man von den Opfern absah, die im Laufe der blutigen Hetzjagd ihr Leben lassen mussten. Neve Campbell, Courtney Cox und David Arquette durften sich als Überlebende (vor der Kamera) und als Sieger (hinter der Kamera) feiern. Karrieretechnisch profitierten die der Schauspieler zweifellos von dem immensen Erfolg. Kritiker überwarfen sich zudem mit Lobeshymnen, als Teil 2 erschien und das Kunststück ablieferte, besser zu sein als das Original. Ob dieser These blind zugestimmt werden kann, muss jeder Horror-Fan für sich entscheiden.

Tatsache bleibt, dass der blutige "Scream"-Reigen mit seiner Wiederbelebung 2011 nur bedingt einen Gefallen getan hat. Der große Hype war längst abgeebbt, eine neue Generation an Filmjüngern hatte sich den härteren Torture Porns zugewandt und das Aufsetzen eines neuen Casts ließ Kinozuschauer und Kritiker kalt. Als Starthilfe holte Wes Craven die Urgesteine Campbell, Cox und Arquette für kleinere Rollen zurück, doch das Revival der Maske wollte nicht recht zünden. Warum dennoch ein 5. Teil in Produktion gehen soll, bleibt fraglich. Lieber sollte die Serie in Frieden ruhen dürfen.

Ein Regelwerk zum Überleben

Aber warum schaffte es "Scream" das angestaubte Genre zu reanimieren? Waren Freddy, Jason und Michael zu uncool geworden? Grundlegend galten und gelten die Ikonen der 80er weiterhin zu den Klassikern ihrer Art. Allerdings mordeten sie stumpf vor sich hin und machten keinen Unterschied, wer oder was ihnen vor die Klinge lief. Die psychopathischen Genies, die sich in "Scream" abwechselnd unter die Kutte begaben, folgten dagegen einer durchdachten Story. Mehr sollte zu den cleveren aber kranken Gedankengängen jedoch nicht verraten werden, um all denjenigen den Spaß zu bewahren, die bisher noch nicht in den Genuss des Horrorklassikers gekommen sind.


Hilfreich ist jedoch, sich das Regelwerk von Videofreak Randy zur Hilfe zu nehmen. Drei Regeln, die so einfach sind und doch so hilfreich. Befolgen auf eigene Gefahr:

  1. Kein Sex!
  2. Kein Alkohol oder Drogen!
  3. Sätze wie "Ich komme gleich wieder!" sind tabu.

Die nächste Halloween-Party dürfte damit nüchtern und trocken ausfallen, aber zum Glück bleiben Feiernde am Leben.


Wo du "Scream" sehen kannst? Hier findest du passende Streaminganbieter.

Bildcredits: Studiocanal Home Entertainment