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Thriller auf DVD: The Postcard Killings

Mörderische Grüße eines Irren! Mit blutigen Hinweisen und Postkarten aus den europäischen Metropolen führt ein bestialisches Killer-Duo die Polizei an der Nase herum. Bei dem Versuch, einen beeindruckenden Thriller auf die Leinwand zu bringen, verirren sich Jäger und Gejagte in einem lückenhaften Drehbuch, das keine Route vorgibt.


  • Home Entertainment-Start ist am 08.10.2020.
  • Der Film lautet im Original The Postcard Killings.
  • Produziert 2020 in Amerika & Großbritannien.
  • Laufzeit beträgt 104 Minuten.
  • Regie übernahm Danis Tanović.
  • In den Hauptrollen spielen Jeffrey Dean Morgan, Famke Janssen, Cush Jumbo und Joachim Król.
  • Für alle Fans des Thriller-Genres geeignet.
  • Trailercheck am Ende des Beitrags!

Es gibt viele, da stimmt einfach alles. Es gibt aber auch Filme, bei denen einfach nichts passt. Regisseur Danis Tanović hat solch ein Werk abgeliefert und beweist mit seinem Thriller "The Postcard Killings" eindrucksvoll, wie gleichgültig Geschichten erzählt werden können. Obwohl ein ansehnlicher Cast mit Jeffrey Dean Morgan, Joachim Król oder Famke Janssen vor der Kamera agiert, hält das Interesse an der Suche nach dem Mörder nur wenige Minuten bis nach Filmbeginn an.

 

Mit einem bestialischen Mord beginnt die Suche nach einem Killer, der sich durch Europa meuchelt. Zu den Opfern zählt auch die Tochter des US-Polizisten Jacob Kanon (Jeffrey Dean Morgan). Von London aus beginnt er nach Hinweisen zu suchen, die ihm mehr Aufschluss über die schreckliche Tat geben sollen. Die Spur führt ihn nach München, wo ein ähnlicher Vorfall nach gleichem Muster die Stadt erschüttert. Zusammen mit Kommissar Bubeck (Joachim Król) sowie der Journalistin Dessie Lombard (Cush Jumbo) deckt Jacob eine blutige Spur der Verwüstung auf, die quer durch Europa führt und mit jedem Schritt ein weiteres Stück eines blutigen Familiengeheimnisses enthüllt.

Auf der Suche nach dem Drehbuch

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Liza Marklund und James Patterson, inszenierte Danis Tanović die nüchternde Ermittlungsjagd. Zusammenhänge in den einzelnen Handlungen bleiben verborgen, Aktionen der Figuren werden kaum bewertet und die Reise durch die europäischen Länder sind nur Mittel zum Zweck, um das Wort "Postkarten" im Filmtitel zu rechtfertigen. Fast ist man geneigt zu glauben, dass der gesamte Film auf einer Postkarte entworfen wurde.

 

Es ärgert regelrecht, dass sich Schauspieler wie Jeffrey Dean Morgan oder Joachim Król so gleichgültig dem Drehbuch hingeben. Nicht einmal von Sympathie für die Figuren kann die Rede sein, da es grundlegend an empathischem Vermögen mangelt. Blind steuert Kanon durch die Ermittlungen, die offenbar nur für ihn Sinn ergeben. Indizien oder Schlussfolgerungen tauchen plötzlich auf, die den Zuschauer mit fragendem Blick zurücklassen. Nicht selten zweifelt man an der eigenen Wahrnehmung und möchte sich fragen, ob gerade eine Szene fehlte oder die eigene Fähigkeit für logische Zusammenhänge ausgesetzt hat.

Reisegefährten aus der Hölle

Den Weg ins Verderben schlagen jedoch nicht nur die Opfer ein, die verteilt in Schweden, Deutschland oder Spanien auftauchen, sondern auch alle, die sich dem Unsympath Jacob anschließen. Wer schon einmal im Flugzeug oder der Bahn neben einem grummelnden, uneinsichtigen und permanent mürrischen Eigenbrödler saß, wird wissen, wie elendig langsam Stunden vergehen können. Anteilnahme am ungewöhnlichen Verhalten wäre angebracht, wenn die Figur einen Hauch von Sympathie versprühen würde. Doch Jeffrey Dean Morgen poltert so gefühllos durch die Szenen, dass man lieber in die vorbeirauschende Landschaft starren möchte, als seiner Jagd nach den Tätern zu folgen.

 

Empfänger leider verzogen! Mit diesem Film werden leider keine Liebesgrüße verschickt. Erst recht keine an Filmfans, die spannende und clever konstruierte Thriller mögen.

 

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Bildcredits: EuroVideo Medien